Stress Symptome: So erkennen Sie chronischen Stress
Pflanzenbasierter Stimmungsaufheller

Stress Symptome: So erkennen Sie chronischen Stress

Stress lässt sich oft nicht vermeiden. Aber ab wann wirkt er sich negativ auf unsere Gesundheit aus? Erkennen Sie Stress Symptome, bevor sie zum Problem werden.

1. Was sind die Symptome von Stress?

Tritt ein externer Stressor auf, reagiert unser Körper mit einer Stressantwort. Diese ist darauf ausgelegt, die vorliegende Situation effektiv zu bewältigen. Die Stressantwort betrifft dabei hauptsächlich drei Bereiche unseres Körpers: Muskel- und Skelettsystem, Verdauungstrakt und Herz-Kreislaufsystem.

Die Stressantwort ist jedoch eine völlig normale Überlebensstrategie des Körpers. So können einige Stress Symptome auch bei starker Aufregung im Zusammenhang mit einer positiven Herausforderung auftreten. In diesem Fall spricht man von positivem Stress.

Entsprechend sind die Symptome von Stress auch nicht per se negativ oder gar gefährlich für uns. Die akute Stressreaktion des Körpers klingt schließlich im Normalfall auch von alleine wieder ab, sobald der Stressauslöser verschwunden ist [1].

Problematisch werden Stress Symptome erst, wenn sie auch langfristig nicht mehr verschwinden wollen. Bleiben die körperlichen und psychischen Zeichen der akuten Reaktion bestehen, spricht man auch von chronischem Stress

2. Stress Symptome: Jeder Körper reagiert anders

Stress Symptome im Körper werden von Betroffenen oftmals als diffus wahrgenommen, da sie in vielen Fällen nicht nur einen, sondern gleich alle drei Bereiche des Körpers betreffen können. 

Das häufigste Symptom für Dauerstress sind dabei anhaltende Muskelverspannungen, die vor allem den Schulter- und Nackenbereich betreffen. Betroffene zeigen gleichzeitig oft auch eine Anfälligkeit für Spannungskopfschmerzen, Migränen und andere Formen von chronischen Schmerzen im Nacken-, Kopf-und Schulterbereich.

Hinzu können auch unangenehme Magenbeschwerden wie Krämpfe, Durchfall oder Übelkeit kommen. Solche Symptome betreffen vor allem Menschen, die insgesamt einen empfindlichen Magen oder sogar ein diagnostiziertes Magen-Darm-Leiden haben. Hält die verringerte Blutzufuhr im Verdauungstrakt zu lange an, kann es darüber hinaus auch zu Gewichtszunahme oder zu einem Ungleichgewicht der Darmflora kommen. 

Besonders beängstigend wirkt sich Dauerstress auf unser Herz und unseren Kreislauf aus: Beide arbeiten permanent auf Hochtouren. Die Blutgefäße weiten sich und pumpen mehr Blut in die großen Muskeln. So können bei sehr lang anhaltendem Stress sogar Schwindel, Ohrensausen, Tinnitus und/oder Bluthochdruck entstehen. 

Oftmals zeigt sich in diesem Zusammenhang auch ein konstant erhöhter Cortisolspiegel. Da Cortisol der Gegenspieler des wertvollen Schlafhormons Melatonin ist, kann sich dies in Schlafstörungen und Dauermüdigkeit resultieren [2]. 

Ob und ab wann wirklich alle diese Stress Symptome auftreten, hängt vor allem davon ab, wie lange der Dauerstress schon anhält und was die natürliche Disposition des Betroffenen ist.

3. Psychische Stresssymptome: Achtung vor Isolation

Auch unsere Psyche steckt Dauerstress nicht ohne weiteres weg. Psychische Stresssymptome sind dabei oftmals stärker an psychosoziale Belastungen geknüpft. Dazu zählen etwa das Zerbrechen von intimen Beziehungen, starker Leistungsdruck oder unangenehme Konflikte am Arbeitsplatz.

Viele Menschen, die mit einem geringen Selbstwert kämpfen, fühlen sich psychisch schneller gestresst. Ähnlich wie bei den körperlichen Symptomen können wir also durch unsere persönliche Disposition anfällig oder weniger anfällig für psychische Stresssymptome sein.

Zu den klassischen psychischen Stresssymptomen zählen dabei vor allem starke Anspannung, innere Unruhe, Gereiztheit sowie Konzentrationsprobleme und mentale Erschöpfung. Viele dieser Beschwerden werden dabei von den körperlichen Beschwerden ausgelöst oder begünstigt.

Hält dieser Zustand zu lange an, können sich aus diesen psychischen Symptomen auch Verhaltensänderungen ergeben. Das passiert vor allem, wenn eine gewisse Schmerzgrenze überschritten wurde.

So kann die aus dem psychischen Stress resultierende Ermüdung etwa zu sozialem Rückzug und einem überdurchschnittlich starken Bedürfnis nach Alleinsein und Ruhe führen. Betroffenen ist jetzt einfach alles zu viel.

Die wertvolle Regenerationszeit wird nunmehr alleine verbracht, damit keine weiteren Stressoren auftreten können. Das mag am Anfang noch gut tun, kann bei längerem Fortbestehen jedoch zu Gefühlen wie Einsamkeit und Isolation führen. Im schlimmsten Falle droht hier eine depressive Verstimmung oder eine ausgewachsene Erschöpfungsdepression [3].

4. Chronischer Stress – Warnzeichen erkennen und ernst nehmen

Natürlich ist es keinesfalls empfehlenswert, bei Stress sofort die Nerven zu verlieren und Herausforderungen einfach zu meiden. Statt Stressoren zu ignorieren, sollten Sie vielmehr an Ihrer Fähigkeit arbeiten, Stress zu erkennen und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Um chronischen Stress zu vermeiden, sollten Sie in erster Linie verstehen, wie Stress funktioniert, welche Hormone dabei ausgeschüttet werden und wie sich das anfühlt. Da jeder Körper einzigartig ist, kann Ihr Körper dabei schneller, langsamer oder einfach anders auf Stressoren reagieren als der von anderen Menschen [4].

Es lohnt sich also durchaus, zu erforschen, wie Sie ganz persönlich auf psychischer und körperlicher Ebene mit Stress umgehen. Welche der beschriebenen Symptome zeigen sich? Und was tun Sie dann? Sorgen Sie aktiv für Entspannung oder ignorieren Sie das Problem? 

Mit etwas Bewusstsein und Selbsterkenntnis merken Sie sofort, wenn Ihr Stresslevel durch die Decke geht. Auf diese Weise sind Sie Ihrer Stressantwort nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern können rechtzeitig intervenieren und für Ausgleich sorgen. 

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, in Entspannungstechniken wie Atemübungen, Yoga oder Meditation hinein zu schnuppern und sich allgemein über das Thema Stressbewältigung zu informieren. Vielleicht können Sie sich so eine Art „Antistress-Toolkit“ zusammenstellen, auf das Sie idealerweise eben nicht erst im Ernstfall zurückgreifen müssen.

Gegen viele Stresssymptome wie etwa eine unkontrollierte Cortisolausschüttung, mentale Erschöpfung und gedrückte Stimmung können auch pflanzliche Stimmungsaufheller wie TALASAR® helfen.

Schaffen Sie ein Bewusstsein für Stresssymptome und gehen sie dann diese mit den richtigen Methoden an. So geben Sie der Entstehung von chronischem Stress und den damit verbundenen Problemen erst gar keine Chance.

5. Fazit

Die Symptome von Dauerstress können vielfältig sein. Während auf körperlicher Ebene vor allem das Herz-Kreislaufsystem, der Verdauungstrakt und das Muskel- und Skelettsystem leiden, sind auf psychischer Ebene anhaltende Unruhe, Nervosität, Gereiztheit und Konzentrationsstörungen ernstzunehmende Beschwerden.

Chronischer Stress kann unser Wohlbefinden dabei sogar so sehr beeinträchtigen, dass sich unser Verhalten verändert: Wir haben eine schwächere Impulskontrolle, ziehen uns zurück und können im schlimmsten Fall sogar eine Depression entwickeln.

Gerade weil Stresssymptome so sehr auf Körper, Geist und Stimmung schlagen, ist es wichtig, die Warnzeichen sofort zu erkennen und zu intervenieren. Denn nur, wer die Symptome rechtzeitig erkennt, kann auch effektiv verhindern, dass sie zu einem langfristigen Problem werden.

Mit etwas Selbstreflexion und einer soliden Praxis zum Stressabbau schützen Sie nicht nur ihre psychische und körperliche Gesundheit, sondern stellen letztlich auch sicher, dass Ihre Leistungsfähigkeit in Job und Freizeit erhalten bleibt. 

6. Quellen

[1] Chu, B.; Marwaha, K.; Ayers, D. (2019), Physiology, Stress Reaction, StatPearls, Published online: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK541120/.

[2] Hannibal, K. E.; Bishop, M. D. (2014), Chronic Stress, Cortisol Dysfunction, and Pain: A Psychoneuroendocrine Rationale for Stress Management in Pain Rehabilitation, Journal of the American Physical Therapy Association, Volume 94, Issue 12, published online: https://academic.oup.com/ptj/article/94/12/1816/2741907

[3] McGonagle, K. A.; Kessler, R. C. (1990), Chronic stress, acute stress, and depressive symptoms, American Journal of Community Psychology, Volume 18, Issue 5, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1007/BF00931237.

[4] McEwen, B. S. (2017), Neurobiological and Systemic Effects of Chronic Stress, Chronic Stress, Volume 1, published online: https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/2470547017692328

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