Eustress vs. Distress: Warum Stress nicht immer negativ sein muss | TALASAR®
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Eustress vs. Distress: Warum Stress nicht immer negativ sein muss

Stress ist nicht immer negativ! Positiver Eustress ist sogar ein toller Motivator, der uns hilft, Bestleistungen zu erbringen.

1. Positiver Stress – es gibt ihn also doch!

Es stimmt, positiver Stress existiert! Und er hat sogar einen eigenen Namen: Es stimmt, positiver Stress existiert! Und er hat sogar einen eigenen Namen: Sogenannter „Eustress“ bezeichnet die Anspannung unseres Nervensystems als Reaktion auf einen Reiz, der als herausfordernd und positiv bewertet wird

Das Wort Eustress stammt dabei aus dem Griechischen. Die Vorsilbe „eu“ bedeutet „gut“. Damit ist der positive Stress semantisch verwandt mit anderen sehr erstrebenswerten Stimmungslagen wie etwa der Euphorie.

Der Eustress steht im Gegensatz zum sogenannten „Distress“. Dieses Wort kennen wir unter anderem auch aus der englischen Sprache, wo es immer einen Zustand der emotionalen, körperlichen oder psychischen Überforderung bezeichnet. Distress ist negativer Stress. Und negativer Stress ist immer Stress, dem wir – zumindest gefühlt – nicht gewachsen sind

2. Positiver Stress: Beispiele

Positiver Stress entsteht vor allem, wenn wir gefordert werden, gleichzeitig aber auch eine starke Motivation fühlen, die Herausforderung zu meistern. Wir sind gewissermaßen in unserer ganz eigenen „Zone“.

Insbesondere Athleten, Leistungsträger und Menschen mit einem sehr aktiven Lifestyle kennen dieses Gefühl: Sie sind hellwach, voll fokussiert und bereit, alles zu geben. Sie fühlen sich gefordert und sind dabei in Kontakt mit Ihrer eigenen Kraft

Damit ist positiver Stress aber natürlich auch nur individuell messbar. Schließlich bestimmt unsere Haltung mit, ob eine emotionale Situation oder eine berufliche Veränderung uns eher fordert oder überfordert. Eustress und Flow fühlen sich dabei jedoch fast immer gleich an: Maximale Produktivität trifft auf maximale Motivation [1]. 

Der beste Weg, sicherzustellen, dass wir mehr positiven als negativen Stress erleben, ist eine positive Einstellung. Selbstvertrauen und ein konstruktives Mindset helfen uns, im Angesicht einer neuen Challenge stark, gelassen und produktiv zu bleiben [2].

Aber aufgepasst: Der Flow State kommt ganz und gar nicht von ungefähr! Wollen Sie primär positiven Stress erleben, müssen Sie durchaus auch einen entsprechenden Lebensstil führen. Sowohl Ihre Ernährung und Ihr Schlaf als auch Ihre Einstellung zu Self-Care und Psychohygiene determinieren Ihre Fähigkeit, bei starkem Stress ruhig, fokussiert und im Flow zu bleiben.   

3. Negativer Stress und Überforderung

Negativer Stress entsteht vor allem, wenn wir mit einem Problem konfrontiert werden, dass wir nicht bewältigen können. Wir fühlen uns überfordert, bedroht und bekommen Angst.

Während es natürlich durchaus auch im Alltag des modernen Menschen stressreiche oder bedrohliche Situationen gibt, ist oftmals unser Mindset Grund für den Distress: Waren wir im Laufe unseres Lebens nämlich spezifischen negativen Erfahrungen ausgesetzt, resultiert unsere Überforderung nicht aus einer realistischen Einschätzung der Sachlage, sondern vielmehr aus einem Mangel an Vertrauen zu uns selbst und anderen

Menschen, die Herausforderungen grundsätzlich als positiv bewerten, finden ihr Leben oftmals insgesamt weniger stressig [4]. Wichtig für ein positives Mindset gegenüber Stress ist also gerade der Glaube an die eigenen Fähigkeiten! Ohne diesen Glauben fühlen uns ohnmächtig und ausgeliefert. 

Gleichzeitig kann negativer Stress aber auch eine Folge schwammiger Ich-Grenzen sein: Wer wenig Ownership für seine Bedürfnisse übernimmt und nur für andere performt, fühlt sich schneller machtlos, sodass Überforderung und Angst hier einen guten Nährboden finden.

Manchmal ist der Distress aber natürlich auch einfach nicht zu leugnen: Befinden Sie sich etwa in einer untragbaren Jobsituation, sollten Sie diese so schnell wie möglich verlassen. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dem eigenen Gefühl zu vertrauen und sich darüber klar zu sein, dass es hier nichts zu gewinnen oder zu beweisen gibt.

Werden wir tagtäglich mit starkem psychischem und beruflichem Stress konfrontiert, ohne in unseren Bemühungen auch einen direkten persönlichen Mehrwert zu sehen, hilft schließlich auch das beste Mindset nichts.

Einen Sonderfall stellt in diesem Zusammenhang übrigens beruflicher Stress dar, der zwar meistens, aber nicht immer als positiv bewertet werden kann. Auch wenn Sie Ihren Job lieben und gerne viel leisten wollen, kann es trotzdem vorübergehend zu Zeiten der Überforderung kommen.

Auch hier ist es wichtig, ehrlich einzuschätzen, ob und wann ein Ende absehbar ist und auf dieser Basis natürlich auch, ob der Stress sich wirklich lohnt. Entscheiden Sie sich dann, trotz Distress am Ball zu bleiben, sollten Sie aber auch ganz gezielt Verantwortung für Ihr Wohlergehen übernehmen und in Ihrer Freizeit für einen guten Ausgleich sorgen.

Gerade bei vorübergehend negativem Stress hilft es, eine achtsame und konstruktive Haltung zu bewahren: Erkennen Sie klar an, dass es sich um eine intensive Situation handelt und gönnen Sie sich gerade deshalb auch mal mehr Erholung als gewöhnlich

Essen Sie gesund, schlafen Sie viel und vertrauen Sie auf Ihre Kraft, den Stress zu bewältigen. Wir sind der Stressantwort unseres Körpers nämlich überhaupt nicht so hilflos ausgeliefert, wie wir oftmals glauben. So sind etwa Sport, Atemübungen oder Meditation gute Wege, um Stress abzubauen und wieder in die innere Mitte zu finden.

4. Fazit

Stress muss nicht negativ sein. Ganz im Gegenteil sogar: Es gibt auch positiven Stress, den sogenannten „Eustress“. Im Gegensatz zu Distress, der oft mit negativen Emotionen wie Angst und Überforderung verbunden ist, bezeichnet der Begriff oftmals einen Zustand der glücklichen Produktivität.

Das beste Beispiel für positiven Stress ist der Flow State, der sich durch das ideale Verhältnis aus Herausforderung, Motivation und Fokus auszeichnet – wir haben Spaß an unseren Tätigkeiten und können uns dabei sogar besser konzentrieren als sonst.

Um mehr Eustress und weniger Distress in Ihr Leben bringen, können Sie unter anderem auch aktiv an Ihrem Mindset arbeiten: Sehen Sie Herausforderungen als Gelegenheit für persönliches Wachstum

Bleiben Sie aber gleichzeitig auch realistisch: Gibt es in einer dauerhaft stressigen Situation nichts zu gewinnen, sollten Sie es sich wert sein, einen Schlussstrich zu ziehen und zu anderen Abenteuern aufzubrechen. 

Neben dem richtigen Mindset, Selbstverantwortung und viel Ruhe, können auch aktive Stressbewältigung in Form von Meditation, Sport oder Atemübungen helfen. Gegen eine übermäßige Ausschüttung des Hormons Cortisol während der körperlichen Stressantwort helfen auch pflanzliche Stimmungsaufheller wie TALASAR®.

5. Quellen

[1] Csíkszentmihályi, M. (2008), Flow: The Psychology of Optimal Experience, Harper Perennial Modern Classics. 

[2] Crum, A.; Akinola, M.; […]; Fath, S. (2017), The role of stress mindset in shaping cognitive, emotional, and physiological responses to challenging and threatening stress, Anxiety, Stress & Coping, Volume 30, Issue 4, p. 379-395, https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/10615806.2016.1275585 

[3] Folkman, S. (2008), The Case for Positive Emotions in the Stress Process, Anxiety, Stress & Coping, Volume 21, Issue 1, p. 3-14, https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/10615800701740457?journalCode=gasc20.  

[4] Horiuchi, S.; Tsuda, A.; […]; Aoki, S. (2018), Mediating Effects of Perceived Stress on the Relationship of Positivity With Negative and Positive Affect, Psychological Research and Behaviour Management, Volume 11, p. 299-303, https://www.dovepress.com/mediating-effects-of-perceived-stress-on-the-relationship-of-positivit-peer-reviewed-article-PRBM.

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