Pflanzenbasierter Stimmungsaufheller

Prämenstruelles Syndrom (PMS) – nicht einfach hinnehmen!

Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Welche Frau hat das nicht schon mal gehört: „Hast Du Deine Tage oder warum bist Du so gereizt?“ Während ihrer gebärfähigen Zeit klagen drei Viertel aller Frauen über prämenstruelle Beschwerden, auch bekannt als „PMS“.Bei etwa zwei bis fünf Prozent der Betroffenen sind die Beeinträchtigungen so schwerwiegend, dass die Lebensqualität der Betroffenen erheblich eingeschränkt ist.

Ist das einfach so, oder können Frauen dagegen etwas tun?

Was versteckt sich eigentlich hinter dem Begriff des PMS?

Vor ihren Tagen leiden viele Frauen unter körperlichen Beschwerden. Das Beschwerdebild ist sehr individuell, da bis zu 150 unterschiedliche Symptome zum PMS zählen. Neben Kopfschmerzen, Rücken- oder Unterleibsschmerzen treten oft Abgeschlagenheit, Ödeme, Aufgeblähtsein oder Stimmungsschwankungen auf, um nur einige Beispiele zu nennen.

Dabei sind die körperlichen Beschwerden zwar belastend, aber es sind vor allem die psychischen Symptome, die viele PMS-Patientinnen enorm quälen. Eine Extremform des Prämenstruellen Syndroms ist die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS). Hier sind Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit, Depressionen oder andere psychische Störungen so bestimmend, dass es zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit und psychosozialen Belastungen an den Tagen vor den Tagen kommen kann.

Warum leiden einige Frauen unter PMS, andere aber nicht?

Die Ursachen eines PMS sind noch nicht abschließend geklärt, denn das komplexe hormonelle Zusammenspiel, das einen regelmäßigen und beschwerdearmen Menstruationszyklus bewirkt, wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die individuellen hormonellen Schwankungen während des weiblichen Zyklus eine Rolle spielen. Frauen mit PMS scheinen dabei möglicherweise besonders empfindlich auf Abbauprodukte von Progesteron zu reagieren. Das Hormon wird vor allem in der zweiten Zyklushälfte vor dem Einsetzen der Monatsblutung gebildet. Zudem wird eine Wechselwirkung von Progesteron mit Serotonin, einem Botenstoffen im Gehirn, vermutet.

Neben hormonellen und genetischen Aspekten werden aber auch negative Lebens-gewohnheiten wie schlechte Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum, Bewegungsmangel sowie Stresssituationen bei der Entstehung eines PMS diskutiert.

Was kann Frau bei PMS tun?

Die Diagnose eines PMS erfolgt durch Ausschluss anderer Ursachen, wie Reizdarmsyndrom, Depressionen oder Schilddrüsenerkrankungen. Therapeutische Ansätze bei gesichertem PMS reichen dann von hormonellen über medikamentöse bis hin zu psychotherapeutischen Behandlungen.

Bei leichten prämenstruellen Beschwerden helfen Betroffenen oft Entspannungsverfahren zur Stressreduktion, mehr Bewegung und eine salz-arme Ernährung. Akkupunktur, Kalzium und Vitamin B6 sind zudem bekannte Helfer für mehr Ausgeglichenheit vor den Tagen.

Bei stärkeren Beschwerden kommen Medikamente wie die Antibabypille, Antidepressiva und Schmerzmittel zum Einsatz.

Safran – Schokolade für die Nerven

Ein hoher Serotonin-Spiegel sorgt für Gelassenheit und innere Ruhe. Ist das Hormon nicht in Balance, kann es zu Stimmungsschwankungen, mentaler Erschöpfung und depressiven Verstimmungen kommen. Auch beim Prämenstruellen Syndrom spielt der Serotonin-Haushalt eine wichtige Rolle.

Schon Avicenna, der erste Arzt der Welt, setzte daher Safran als natürlichen Stimmungsaufheller auch bei PMS ein. Heute weiß man, dass Safran den Serotonin-Haushalt auf natürliche Weise beeinflusst.

In einer wissenschaftlichen Studie halbierten sich die prämenstruellen Symptome bei 76 % der betroffenen Frauen, die Safran einnahmen, aber nur 8% der Frauen, die ein Placebo erhielten. Günstiger Nebeneffekt: Patienten aus der Safran-Gruppe litten auch deutlich seltener an Depressionen.

Ein Leben ohne PMS?

Wirklich vorbeugen kann man den quälenden Tagen vor der Menstruation leider nicht, aber viele Betroffene lernen, mit den Beschwerden entspannter umzugehen. Mit mehr Entspannung, gesunder Ernährung und unterschiedlichen Therapien bei schweren Formen kann man die Symptome deutlich lindern.

Eins ist sicher: Mit der letzten Regelblutung in den Wechseljahren, der Menopause, verschwinden die Beschwerden auf jeden Fall.

Bildquelle: (C) Adobe Stock

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